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Hauptstadtzulage: Berliner Hochschulen fordern in einem offenen Brief die Kostenübernahme durch die Berliner Landesregierung

03.03.2026

Seit Monaten drängen die Berliner Hochschulen auf eine Klärung der Finanzierung der Hauptstadtzulage. Unterstützt werden Sie dabei von der Berliner Wissenschaftssenatorin, die bereits im Dezember 2025 den Regierenden Bürgermeister und den Berliner Finanzsenator in einem Schreiben dazu aufforderte, den Berliner Hochschulen, die durch die Hauptstadtzulage entstehenden Kosten zu ersetzen. In einem offenen Brief wenden sich die Hochschulen nun erneut an die Berliner Landesregierung und erläutern, warum es hier schnell eine Lösung braucht.

Offener Brief der LKRP zur Hauptstadtzulage

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,

Sehr geehrter Herr Finanzsenator,

im Namen der Leitungen von zehn Berliner Hochschulen, wende ich mich heute in einer für unsere Institutionen und unsere Beschäftigten kritischen Situation gemeinsam an Sie. Dringend benötigen wir Ihre Zusage, die Finanzierung der Hauptstadtzulage für die Hochschulen zu übernehmen.

Während die Angestellten der Landes- und Senatsverwaltung diese Zulage bereits beziehen, bleibt sie den Beschäftigten der Hochschulen – trotz ihrer unverzichtbaren Arbeit für das Land Berlin – bislang verwehrt. Inzwischen liegen drei erstinstanzliche Gerichtsurteile vor, die die Hochschulen zur Auszahlung verpflichten und die Ungleichbehandlung beenden würden.

Wie Sie wissen befinden sich die Hochschulen aufgrund der massiven Kürzungen im Wissenschaftsbereich in einer äußerst schwierigen finanziellen Situation. Die Einsparungen führen bereits zu tiefgreifenden Einschnitten in allen Hochschulbereichen und dem Abbau von Studienplätzen am Wissensstandort Berlin. Und anders als der Senatsverwaltung selbst und den Landesbehörden hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Berliner Hochschulen bisher keine zusätzlichen Finanzmittel für die Hauptstadtzulage bereitgestellt. Dies ist jetzt nachzuholen!

Insgesamt kommen auf die Berliner Hochschulen Mehrkosten in Höhe von rund 39 Mio. Euro für die Jahre 2025 und 2026 zu. Da der Tarifvertrag Hauptstadtzulage bereits am 1. April 2025 in Kraft getreten ist, werden außerdem erhebliche Nachzahlungen notwendig. Jeden Monat steigen die Kosten - wir brauchen daher dringend eine verbindliche Zusage für die Übernahme. Durch jeden weiteren Aufschub entstehen zusätzliche Kosten – nicht nur finanzieller Art. Unsere Beschäftigten haben ein Recht auf eine faire und angemessene Behandlung.

Wir erwarten Ihre zeitnahe Rückmeldung und eine schnelle Lösung dieser Krise.


Alice Salomon Hochschule Berlin
Berliner Hochschule für Technik (BHT)
Freie Universität Berlin
Hochschule für Musik Hanns Eisler
Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin
Technische Universität Berlin
Universität der Künste Berlin
Weißensee Kunsthochschule Berlin