LKRP mit neuem Vorstand
Die Landeskonferenz der Rektor*innen und Präsident*innen der Berliner Hochschulen (LKRP) wählt Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Prof. Dr. Annabella Rauscher-Scheibe und Dr. Anna Luise Kiss in den Vorstand der LKRP.
29.09.2026
Die LKRP hat für die am 1. Oktober beginnende Amtsperiode Frau Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin, Frau Dr. Anna Luise Kiss, Präsidentin der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, und Frau Prof. Dr. Annabella Rauscher-Scheibe, Präsidentin der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, in den Vorstand der LKRP gewählt.
Frau Prof. Dr. Julia von Blumenthal wurde für ein weiteres Jahr zur Vorsitzenden der LKRP gewählt, die beiden weiteren Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden LKRP-Vorsitzenden für zwei Jahre.
Mit Blick auf die großen Herausforderungen vor denen die Berliner Hochschulen stehen, äußerten sich die neuen Vorsitzenden:
Prof. Dr. Julia von Blumenthal: „Wir brauchen in der Berliner Wissenschaftspolitik unbedingt Tempo und einen Kurswechsel in mehreren Bereichen. Drei Dinge haben für uns Hochschulen dabei Priorität: 1. Wir fordern eine auskömmliche Finanzierung für die Hochschulen. Dazu zählt auch, dass das Konnexitätsprinzip gelten muss, also wer bestellt, bezahlt. Wenn die Politik uns Hochschulen zusätzliche Aufgaben überträgt oder Änderungen beschließt, muss sie auch die Kosten dafür tragen. 2. Wir fordern von der neuen Landesregierung, dass sie den immensen Sanierungsstau unmittelbar angeht. Wir brauchen dringend schnellere und effizientere Bauprozesse. 3. Wir erwarten von der Politik, dass sie die Hochschulautonomie stärkt und den Bürokratieabbau weiter beschleunigt."
Dr. Anna Luise Kiss: „Berlin als eine der führenden Kunst- und Kulturmetropolen Europas lebt davon, dass hier an vier hoch spezialisierten Kunsthochschulen exzellente Künstler*innen und zukünftige Lehrkräfte aus Berlin, der Region und aller Welt studieren und die künstlerische Praxis der Stadt prägen. Dafür brauchen wir weiterhin ein gebührenfreies Studium, bezahlbaren Wohnraum für Studierende und die visionäre Weiterentwicklung des einzigartigen Ökosystems aus Schulen, Hochschulen, Bühnen, Orchestern, Museen und freier Szene. Nur so bleibt Berlin ein Anziehungspunkt für die kreativsten Köpfe.“
Prof. Dr. Annabella Rauscher-Scheibe „Eine erfolgreiche Hochschulentwicklung braucht verlässliche Rahmenbedingungen, die auch die Bedürfnisse der verschiedenen Hochschultypen berücksichtigen. Dazu gehört neben einer auskömmlichen Hochschulfinanzierung und einer gestärkten Hochschulautonomie für die Hochschulen für angewandte Wissenschaften auch die Förderung von gemeinsamen Strukturen wie dem IFAF. Nur so können wir unserem Arbeitsauftrag nachkommen, Fachkräfte für Berlin auszubilden und den Transfer von angewandter Forschung in die Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig zu gestalten.“
Die LKRP
Der LKRP-Vorstand wird im zweijährigen Turnus gewählt und setzt sich jeweils aus einer Vertretung der Universitäten, der Hochschulen für angewandte Wissenschaften und der künstlerischen Hochschulen zusammen.
Aufgabe der LKRP ist es, Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse zu erörtern, um ein gemeinsames oder abgestimmtes Vorgehen der Berliner Hochschulen zu erreichen. Zu den Aufgaben der LKRP gehört es außerdem, die Interessen der Berliner Hochschulen in der Hochschul-Rektorenkonferenz zur Geltung zu bringen.
